Die Löwen gegen einen niederbayerischen Riesen
Wasserburg gastiert am Samstag, 14 Uhr, beim SV Schalding-Heining
Im niederbayerischen Fußball ist der SV Schalding-Heining ein Riese. Der Verein aus dem Passauer Stadtteil war zu Beginn der Zehnerjahre direkt aus der Landesliga Mitte in die Regionalliga Bayern durchmarschiert, wo er seither neun Jahre spielte. Die besten Spieler der Region kamen an den Reuthinger Weg. Vor dem Gastspiel des TSV 1880 Wasserburg in Niederbayern am Samstag um 14 Uhr muss man sich den SV Schalding-Heining allerdings vorstellen wie Gulliver, der nach einem Schiffbruch in Lilliput gestrandet war.
Die winzig kleinen Bewohner hatten den Riesen mit vielen kleinen Seilen am Boden festgebunden. Ähnlich ist es bei Schalding-Heining. Nach dem Abstieg aus der Regionalliga in der Saison 2023/24 folgten ein 9. und ein 13. Platz in der Bayernliga Süd – gemessen an den Ansprüchen ein unbefriedigendes Ergebnis. Viele kleine Rückschläge trugen zum derzeitigen Absacken auf den vorletzten Tabellenplatz bei. In der Vorwoche gewann die Elf von Trainer Heiko Schwarz in Deisenhofen mit 2:0 und löste ein paar Fesseln. Aufgabe der Löwen ist es, diese Taue wieder festzuzurren und den Riesen am Boden zu halten. „Es wird wieder darum gehen, dass wir unsere eigene DNA auf den Platz bringen, dass wir ins Sprinten kommen und unsere Wucht ausspielen können“, erklärt Co-Trainer Max Backa, der in der Vorwoche eine universal gültige Forderung aufgestellt hatte: „Wir haben im athletischen Bereich gearbeitet, um den Gegner in Grund und Boden laufen zu können.“
Nach dem 2:0-Erfolg gegen Schwabmünchen waren die Innstädter sehr kritisch zu sich selbst, aber eines stand nach 90 Minuten fest: Die Löwen rennen und kämpfen um jeden Ball. Diese Eigenschaften werden auch gegen Schalding-Heining gefragt sein, da diese die Grundvoraussetzungen für erfolgreichen Bayernligafußball darstellen. „Es geht darum, dass wir gegen einen Gegner, der physisch sein wird, der schon auch aggressiv sein wird, dagegenhalten. Wenn wir das hinbekommen, dann werden wir wieder sehr unangenehm zu bespielen sein. Wir werden versuchen, auch aus Schalding etwas mitzunehmen“, so Backa.
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