Löwen gastieren beim Tabellenführer
Wasserburg will am Samstag, 16 Uhr, Pipinsried ein Bein stellen
Die Rollenverteilung vor dem Wasserburger Gastspiel am Samstagnachmittag um 16 Uhr beim FC Pipinsried ist klar: Die Löwen fahren als Außenseiter ins Dachauer Hinterland. „Uns erwartet ein schwieriges Spiel gegen einen Gegner, der in allen vier Spielphasen sehr stabil und mit klarem gemeinschaftlich verfolgtem Plan Fußball spielt“, analysiert Co-Trainer Maximilian Backa den Tabellenführer. „Zudem verfügt Pipinsried über zahlreiche exzellente Spieler und steht deshalb zurecht oben in der Tabelle.“
Für die von Backa angesprochenen Einzelkönner greift Pipinsried schon fast traditionell ganz oben ins Regal. Im Sommer wurde etwa Patrick Weihrauch vom FC Carl Zeiss Jena verpflichtet. Der 32-Jährige wurde beim FC Bayern ausgebildet und absolvierte für Würzburg, Bielefeld und Dresden 94 Spiele in der 2. Bundesliga. Johannes Müller (sportlicher Leiter) hat Trainer Roman Langer einen exquisiten Kader zusammengestellt, in dem Max Dombrowka jahrelange Drittligaerfahrung mitbringt. Die Löwen wissen um die Qualitäten des Aufstiegsaspiranten, der vergangenes Wochenende den FC Deisenhofen mit 5:1 zerlegte, will aber nicht vorab die weiße Fahne hissen. „Wir wollen Pipinsried ein Bein stellen, indem wir auf unsere größten Stärken setzen. Wenn wir mit vielen Sprints, hoher Wucht und extremer Physis spielen, sind wir sehr schwer zu schlagen“, so Backa.
Ähnlich blickt auch Janik Vieregg auf die Partie: „Entscheidend wird vor allem sein, dass wir in den Phasen, in denen wir nicht den Ball haben, als Einheit Defensivarbeit leisten. Das beginnt bei den Stürmern und zieht sich durch die gesamte Mannschaft.“ Sätze wie diesem wären einem im Abseits geborenen Lauerer wie ein Filippo Inzaghi nie über die Lippen gekommen, doch Vieregg verkörpert einen anderen Stürmertypus. Der 28-Jährige verrichtet an vorderster Front so viel Laufarbeit, dass er oft nach knapp einer Stunde Platz entkräftet vom Feld geht. Eine „falsche Zwei“, also ein verkappter Manndecker, ist er aber nicht, denn er hat bereits drei Saisontore auf dem Konto. Dann spricht er aber noch einen echten Stürmersatz aus, der das aktuelle Selbstvertrauen der Löwen nach vier Siegen in Folge zum Ausdruck bringt: „Wenn uns das gelingt, kommen wir auch in die Situationen, in denen wir unsere offensiven Stärken ausspielen können.“
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