Wiedersehen zweier alter Bekannter
Wasserburg gastiert am Dienstag, 19.30 Uhr, bei den Sportfreunden Schwaig
„Nächstes Jahr müsst ihr nachkommen“, hatte Schwaigs Topstürmer Raffael Ascher einem Verantwortlichen des TSV 1880 Wasserburg nach einem Testspiel in der Altstadt zugerufen. Die Sportfreunde Schwaig waren da gerade in die Bayernliga aufgestiegen, die Löwen folgten ihnen tatsächlich eine Saison später. Daher kommt es am Dienstagabend, 19.30 Uhr, in Schwaig zu einem Wiedersehen zweier alter Bekannter. „Wir treffen auf eine sehr gute Mannschaft“, zollt Wasserburgs Trainer Florian Heller seinen Respekt. „Gegen Schwaig haben wir ja sowohl in der Landesliga als auch in der Vorbereitung schon ein paar Mal gespielt. Es ist eine sehr, sehr gute Mannschaft, die individuell sehr gut besetzt ist. Sie haben am ersten Spieltag gegen Heimstetten das erste Ausrufezeichen gesetzt.“
Die Löwen und Schwaig haben sich in der Landesliga über drei Jahre in der Spitzengruppe duelliert. Dabei waren die Aufeinandertreffen stets von gegenseitiger Wertschätzung geprägt. Die Sportfreunde entwickelten sich auf allen Ebenen in rasender Geschwindigkeit, Wasserburg muss diesen Entwicklungsvorsprung infrastrukturell und sportlich nun im laufenden Wettbewerb aufholen. Schon gegen Gundelfingen war zu erkennen, dass die Innstädter von Minute zu Minute den Fußball, der in der Bayernliga gespielt wird, adaptierten und sich an Tempo, Intensität und Härte gewöhnten. „Wir wollen an die Leistung vom Freitagabend gegen Gundelfingen anknüpfen“, so Heller, der trotz der 1:3-Niederlage betont: „Mit der Art und Weise war ich total einverstanden. Spielerisch haben wir es gut gemacht und mit Ball gute Lösungen gefunden. Wir haben nur die ersten 20 Minuten verpennt und ich gehe stark davon aus, dass uns das in Schwaig nicht passieren wird.“ Die Löwen müssen ihre individuellen Fehler eine Etage höher minimieren, wenn sie für ihren enormen Aufwand belohnt werden wollen. „Deshalb hoffe ich auf ein gutes Spiel und natürlich ein Ergebnis für uns“, zeigt sich der Coach optimistisch.
Heller pflegt zu Schwaigs Trainer Christian Donbeck, ehemals u. a. beim TSV 1860 Rosenheim und Sportbund Rosenheim, ein ausgezeichnetes Verhältnis, sodass sich in der Mitte der ersten Englischen Woche der Saison auch auf den Trainerbänken zwei alte Bekannte begegnen. „Es wird für uns eine schwere Aufgabe, aber trotzdem fahren wir nicht zum Spalierstehen dahin“, so Heller.
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