Wasserburg gewinnt Spiel der tausend Zweikämpfe
Löwen schlagen Schwaig mit 2:0 – 466 Zuschauer sehen intensives Bayernligaspiel
Für einen Comiczeichner wäre das Bayernligaspiel zwischen dem TSV 1880 Wasserburg und den Sportfreunden Schwaig ein wahres Fest gewesen. Das Geschehen hätte sich in bester Comicmanier als „KRAWUMM“, „PENG“ und „RUMMS“onomatopoetisch umsetzen lassen. Die Lautmalerei hätte die tausend Zweikämpfe untermalt, die beide Mannschaften von der ersten Minute an geführt haben. Es schepperte in diesem intensiven Fußballspiel bei jeder Gelegenheit, sodass auch die 466 Zuschauer, darunter eine große Abordnung der Wasserburger Freunde vom TSV 1932 Aßling, auf ihre Kosten kamen.
Schwaigs Trainer Wiggerl Donbeck, der in jungen Jahren auch ein sehr guter Eishockeyspieler war, hätte an den vielen Bodychecks auch seine Freude gehabt, wenn seine Mannschaft nicht innerhalb von drei Minuten durch zwei Fehler auf die Verliererstraße geraten wäre. „Es war ein ausgeglichenes und intensives Spiel, das durch Kleinigkeiten entschieden wurde“, bilanzierte Wasserburgs Verteidiger Jaume Rubio Gonzalez, der mit seinen Kollegen Schwerstarbeit zu verrichten hatte. In der 21. Minute kam Routinier Florian Pflügler im Strafraum gegen Simon Fischer einen Schritt zu spät und wusste sofort, dass es Strafstoß geben würde. Thomas Voglmaier verwandelte souverän. Nur drei Minuten später ließ Torhüter Felix Thiel eine Freistoßflanke von Danilo Dittrich nach vorne abprallen, Robin Ungerath schaltete am schnellsten und staubte zum 2:0 ab (24.). Zu diesem Zeitpunkt hätten die Gäste jedoch eigentlich führen können, wenn nicht sogar müssen. Nach einem Gassenpass tauchte Lennox Gürsoy frei vor Lino Volkmer auf, doch der Torhüter behielt die Oberhand. „Wir wussten, dass sie offensiv ziemlich stark sind, und haben als Mannschaft sehr solide und konsequent verteidigt. Abgesehen von einigen Einzelsituationen haben wir kaum Torchancen zugelassen und waren offensiv sehr effektiv“, so Rubio Gonzalez. Zwei der angesprochenen Einzelsituationen hatten die Innstädter den Gästen aufgelegt. In der 33. Minute übersah Voglmaier bei einem versuchten Rückpass auf Torhüter Volkmer Raffael Ascher, der gerade gemütlich aus dem Abseits trabte. In letzter Sekunde konnten Rubio Gonzalez und Volkmer den Torjäger vor dem Einschuss abblocken. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte ereignete sich eine ähnliche Szene, als ein Rückpass von Maxi Biegel zu kurz geriet und Robert Rohrhirsch den Ball frei vor Volkmer nur um Zentimeter am Tor vorbei chippte.
„Ich denke, es war eine sehr solide Mannschaftsleistung gegen einen guten Gegner. Und genau das war auch entscheidend. Wir haben ihnen am Ende nicht erlaubt, ihr Spiel aufzubauen“, bilanzierte Rubio Gonzalez. Da auch die Löwen Schwaig in der zweiten Halbzeit keine Torchancen mehr auflegten, hatten die Gäste abgesehen von einem Gewaltschuss von Ascher kaum noch Tormöglichkeiten. Wasserburg verteidigte diszipliniert und wollte mit einem Konter alles klar machen. Felix Thiel parierte jedoch eine Volleyabnahme von Robin Ungerath (52.) und in der 59. Minute kam der Stürmer bei einer Hereingabe einen Schritt zu spät. Die größte Chance auf das 3:0 hatte Janik Vieregg, der nach Zuspiel von Vinzenz Egger eigentlich nur noch einschieben musste, aber knapp verzog. „Das Spiel endete mit einem Sieg für uns, der meiner Meinung nach auch absolut verdient war“, freute sich Rubio Gonzalez.
Wasserburg: Volkmer, Biegel, Pollak, Rubio Gonzalez, Brich, Fischer (87. Rauscher), Dittrich, Köck (77. Haunolder), Voglmaier (49. Kononenko), Vieregg (90. Lechner), Ungerath (80. Egger)
Tore: 1:0 Thomas Voglmaier (21., Foulelfmeter), 2:0 Robin Ungerath (24.)
Schiedsrichter: Moritz Fischer (SpVgg Ebermannsdorf)
Zuschauer: 466
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