Aufsteigerduell in der Altstadt
Wasserburg empfängt am Samstag, 14 Uhr, den TSV Schwabmünchen
Die Wege des TSV 1880 Wasserburg und des TSV Schwabmünchen verliefen in den vergangenen Jahren meist parallel. In der Saison 2021/22 stiegen beide Vereine gemeinsam aus der Bayernliga Süd ab, anschließend unternahmen sie einige erfolglose Anläufe zum Wiederaufstieg, ehe es im Sommer klappte. Vor dem Aufsteigerduell am Samstag, 14 Uhr, in der Altstadt haben sich die Pfade jedoch etwas getrennt, denn während Schwabmünchen im Tabellenkeller festhängt, konnten sich die Löwen daraus befreien.
Auf die Tabelle schaut bei den Innstädtern jedoch niemand, zu groß ist der Respekt vor den anstehenden Aufgaben. Co-Trainer Max Backa bringt den größten Unterschied zu den letzten Landesligajahren auf den Punkt: „In der Bayernliga ist jede Mannschaft auf gewisse Weise unangenehm zu bespielen. Deshalb spielen sie auch in der Bayernliga. Jede Mannschaft hat ihre Qualitäten.“ Während sie hinten anfällig sind, haben die Schwaben eindeutig ihre Stärken in der Offensive. Mit 23 Treffern hat die Mannschaft von Trainer Emanuel Baum auf dem Papier den viertbesten Angriff der Liga. Neben dem im Sommer verpflichteten Bayernligaveteran Achim Speiser ragen vor allem Maik Uhde und Matteo di Maggio heraus. Uhde verbuchte im Aufstiegsjahr 18 Tore und 18 Vorlagen in 30 Spielen. In dieser Saison steht er bei drei Toren und vier Assists. Der 22-jährige di Maggio konnte bereits sieben Tore und fünf Vorlagen verbuchen. Beide weisen damit bessere Scoringwerte auf als viele Stürmer der Top-5-Mannschaften.
„Dementsprechend wird da schon ordentlich Power auf uns zukommen, insbesondere bei Kontern“, vermutet Backa. „Das wird gefährlich, da müssen wir sehr aufmerksam sein und die Kontermöglichkeiten frühzeitig unterbinden.“ Ein Mann, auf den es beim Verteidigen ankommen wird, ist Jaume Rubio Gonzalez. Zuletzt fehlte der Spanier, doch in Geretsried kam er in der Halbzeit zurück ins Spiel. „Wir müssen die gesamten 90 Minuten zu hundert Prozent konzentriert bleiben, um wieder zu null zu spielen. Das ist uns letzte Woche wieder gelungen und ist sehr wichtig, wenn wir weiterhin Punkte sammeln wollen.“ Der Spanier verrät auch das Geheimnis des Wasserburger Aufschwungs: „Der Zusammenhalt innerhalb des Teams ist momentan sehr stark.“ Die Löwen leben vom Kollektiv und sind nach dem Stotterstart noch enger zusammengerückt, da klar wurde, dass es anders nicht funktionieren würde: „Die Mannschaft ist jetzt richtig in Fahrt gekommen und wir fühlen uns gerade sehr wohl. Jeder kennt seine Rolle und weiß, was er auf dem Platz bringen muss, damit wir als Mannschaft erfolgreich sind.“
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