Die Löwen lassen die Altstadt leuchten
Wasserburg besiegt Heimstetten am Freitagabend mit 5:1
Offiziell war „Wasserburg leuchtet“ für Samstagabend angekündigt. Die gesamte Altstadt wird an diesem Stadtfest mit Lichtern und Lasern illuminiert. Die beeindruckendste Lichtershow in Wasserburg fand jedoch bereits am Freitagabend statt, denn da ließen die Löwen die Altstadt leuchten. Immer wenn der TSV 1880 Wasserburg ein Tor erzielt, gehen die LED-Flutlichter aus und an. Gegen den SV Heimstetten bejubelten die 360 Zuschauer diesen Lichteffekt fünfmal, denn die Mannschaft von Trainer Florian Heller gewann mit 5:1. „Aus meiner Sicht war es ein gutes Spiel von uns, in dem wir gegen den Ball sehr diszipliniert, sehr aktiv und sehr gierig waren, den Ball zu erobern“, lobte Co-Trainer Maximilian Backa.
Die Hausherren erwischten einen idealen Start und gingen nach zwölf Minuten mit 1:0 in Führung. Florian Pollak löste eine Heimstettener Pressingsituation mit einem klugen Pass auf Thomas Voglmaier auf. Voglmaier drang von der Mittellinie unaufhaltsam in den Gästestrafraum ein, wo er Janik Vieregg bediente, der in Mittelstürmermanier einschob. In der Folge hatten die Gäste ihre besten zehn Minuten und setzten Wasserburg stark in Bedrängnis. „Heimstetten hat es mit ihren Seitenverlagerungen immer wieder gut gemacht“, sah Backa die von den Gästen ausgehende Gefahr. In der 21. Minute ereignete sich eine Schlüsselszene der Partie. Mittelstürmer Dominique Girtler stoppte eine Flanke im Strafraum perfekt mit der Brust, überlupfte den herausstürzenden Torhüter Lino Volkmer mit derart viel Feingefühl, dass der Treffer ins leere Tor nur noch Formsache zu sein schien – doch Girtler traf den Ball nicht. Diese vergebene Großchance bestraften die Löwen auf der Gegenseite. Robin Ungerath bediente nach einem schnell vorgetragenen Angriff den mitgelaufenen Dominik Köck, der aus 16 Metern platziert neben den Pfosten zum 2:0 einschoss (25.). Köck hatte nach seinem ersten Pflichtspieltreffer für Wasserburg Blut geleckt und legte eine Minute später ein weiteres Tor nach (26.). Torwart Fabian Scherger hatte einen Schuss von Ungerath nach vorne abprallen lassen und Köck verwertete den Abpraller zum 3:0.
Mit zunehmender Spielzeit zeigte sich, dass die Gäste zwar eine Mannschaft für den Wembleyrasen im heimischen Sportpark haben, nicht aber für den Herbst auf bayerischen Amateurplätzen – und dabei ist es draußen noch gar nicht ungemütlich. Wasserburg kaufte der Elf von Trainerin Sarah Romert in jedem Zweikampf den Schneid ab. Symbolisch hierfür steht das 4:0 von Simon Fischer. Nach einem Freistoß von der Mittellinie setzte sich der Wasserburger Verteidiger gegen zwei Gegenspieler durch und schoss unbedrängt ein. „Wir waren sehr, sehr effizient und haben unsere Chancen fast alle genutzt“, erklärte Backa die Vorentscheidung nach der ersten Hälfte, ehe er das Ergebnis etwas relativierte: „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht komplett wider.“
In der Halbzeitpause verkündete Robin Ungerath, dass er auch noch ein Tor machen würde und ließ in der 51. Minute Taten folgen. Der Stürmer köpfte eine Flanke von Fischer aus 14 Metern über den verdutzten Scherger zum 5:0 ins Tor. Den Rest der Begegnung ließ Wasserburg es nun ruhiger angehen und Heimstetten kam zum Ehrentreffer. Luka Arslan nutzte nach einem langen Ball des eingewechselten Torhüters Lukas da Silva-Pötzinger einen individuellen Fehler in der Wasserburger Abwehr (65.). Die Löwen begnügten sich mit 5:1 und überließen die weitere Lichtershow des Wochenendes der Veranstaltung am Samstag.
Wasserburg: Volkmer, Biegel, Grundner, Brich, Pollak (70. Rauscher), Fischer, Dittrich (63. Haunolder), Köck (822. Kaltofen), Voglmaier, Ungerath (77. Kononenko), Vieregg (66. Egger)
Tore: 1:0 Janik Vieregg (12.), 2:0 Dominik Köck (25.), 3:0 Dominik Köck (26.), 4:0 Simon Fischer (40.), 5:0 Robin Ungerath (51.)
Schiedsrichter: Ken Eichentopf (SpVgg Mauern)
Zuschauer: 360
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